Beziehung leben im Training:
Beziehung ist keine Pause vom Training. Sie gehört mitten hinein.
Warum wir Pferdeausbildung anders denken – und Beziehung dabei zum Ausgangspunkt machen.
Was Du davon hast, in diesem Webinar dabei zu sein
Du bekommst eine neue Perspektive darauf,
- warum sich unser Umgang mit dem Pferd oft verändert, sobald wir anfangen zu trainieren
- woran du erkennst, dass die Übung gerade wichtiger geworden ist als das Gespräch mit deinem Pferd
- wie Lernen, Gymnastizierung und Erziehung möglich sind, ohne die Beziehung dafür an die Seite zu stellen
- warum ein Pferd anders am Training teilnimmt, wenn es nicht nur ausführt, sondern antworten darf
- und wie du Beziehung ganz konkret in eure gemeinsame Arbeit mitnehmen kannst – vom ersten Kontakt bis zum Reiten.
Dabei geht es nicht darum, weniger zu wollen oder auf gutes Training zu verzichten.
Im Gegenteil.
Es geht darum, wie wir gemeinsam mit unserem Pferd etwas erreichen – und wer unser Pferd für uns bleibt, während wir daran arbeiten.
Trag dich hier ein um dabei zu sein oder die Aufzeichnung zu bekommen:
Ausgangslage
Wir lieben unsere Pferde.
Wir verbringen Zeit mit ihnen, beobachten sie, sorgen für sie und kennen diese besonderen Augenblicke, in denen wir einfach miteinander sind. Vielleicht auf der Weide, beim Putzen oder bei einem gemeinsamen Spaziergang.
Und dann beginnen wir zu trainieren.
Plötzlich gibt es etwas, das wir erreichen wollen. Das Pferd soll antreten, weichen, sich stellen, angallopieren, den Brustkorb anheben oder eine bestimmte Bewegung ausführen.
Und oft geschieht dabei etwas ganz unbemerkt:
Wir wechseln in den Trainingsmodus.
Unsere Aufmerksamkeit wandert vom Pferd zur Aufgabe. Wir beobachten, ob etwas richtig oder falsch ist. Wir korrigieren, wiederholen, geben Hilfen und überlegen bereits, was als Nächstes kommen muss.
Das ist nicht deshalb so, weil uns die Beziehung zu unserem Pferd plötzlich weniger wichtig wäre.
Wir haben es so gelernt.
Auch viele Trainingskonzepte, die sich als pferdefreundlich verstehen, beschäftigen sich vor allem mit der Frage: Wie bringe ich dem Pferd etwas bei?
Uns interessiert noch eine zweite Frage:
Wie können wir etwas miteinander lernen, ohne dabei das zu verlieren, was zwischen uns ist?
Genau diese Frage zieht sich auch durch ARISE, unsere Ausbildung für Menschen mit ihrem eigenen Pferd.
Von Wahrnehmung und Bewegung über Unterstützung und Regulation bis hin zu Training und Reiten geht es nicht nur darum, was wir mit dem Pferd tun. Es geht immer auch darum, wie wir mit ihm dabei in Beziehung bleiben.
Denn Beziehung zeigt sich für uns nicht nur in den Momenten, in denen wir nichts von unserem Pferd wollen.
Sie zeigt sich gerade dann, wenn wir eine Idee haben. Wenn etwas nicht funktioniert. Wenn unser Pferd eine andere Antwort gibt als die, die wir erwartet haben. Wenn wir entscheiden müssen, ob wir noch einmal fragen, etwas verändern, eine Grenze setzen, helfen oder unsere eigene Idee loslassen.
Genau dort wird Beziehung im Training lebendig.
Und das verändert nicht nur das Gefühl zwischen Mensch und Pferd.
Es verändert auch das Training selbst.
Warum dieses Webinar?
Ich (Antoinette) hatte vor vielen Jahren einen Moment mit meiner Stute Penta, den ich bis heute nicht vergessen habe.
Ich stand mit ihr im Longierzirkel, die Longe in der einen Hand, die Gerte in der anderen. Ich trieb, schnalzte, korrigierte – und Penta trabte Runde um Runde ziemlich unmotiviert um mich herum.
Irgendwann hielt ich inne.
Und mir wurde bewusst: Ich hatte die ganze Zeit geredet.
Nicht mit Worten. Aber mit meinem Körper, meinen Hilfen, meinen Korrekturen und meinen Erwartungen.
Penta hatte überhaupt keinen Raum mehr, mir etwas zu antworten.
Aus dem Pferd, das ich liebte und mit dem ich verbunden sein wollte, war in diesem Moment eine Aufgabe geworden, die ich lösen wollte.
Diese Erkenntnis hat mich lange begleitet.
Heute arbeiten Mera und ich in vielen Dingen anders als damals.
Wir wollen Pferde gut ausbilden. Wir wollen, dass sie ihren Körper gesund benutzen können. Wir wollen ihnen etwas erklären, sie gymnastizieren, gemeinsam mit ihnen lernen und uns mit ihnen weiterentwickeln.
Aber wir möchten dafür die Beziehung nicht verlassen.
Genau aus diesem Denken heraus ist auch ARISE entstanden – unsere Ausbildung für Menschen mit ihrem eigenen Pferd.
Und deshalb nehmen wir dich in diesem Webinar anhand der Inhalte von ARISE mit durch die verschiedenen Bereiche der Pferdeausbildung. Wir zeigen dir, wie sich diese Beziehungsperspektive ganz konkret auswirkt – beim Wahrnehmen, beim Bewegen, beim Unterstützen, beim Trainieren und beim Reiten.
Deshalb beginnt Pferdeausbildung für uns nicht mit der Frage:
„Wie bekomme ich mein Pferd dazu, das Richtige zu tun?“
Sondern mit dem Pferd, das gerade vor uns steht.
Was nimmt es wahr? Was antwortet es? Was kann es gerade leisten? Was versteht es? Wo braucht es Unterstützung? Und was passiert zwischen uns, während wir miteinander arbeiten?
In diesem Webinar nehmen wir dich mit durch die Pferdeausbildung, so wie wir sie heute verstehen – von den ersten gemeinsamen Schritten über Bodenarbeit und Gymnastizierung bis hin zum Reiten.
Wir zeigen dir, was wir anders machen, warum wir es anders machen und wie Beziehung dabei zum Ausgangspunkt des Trainings wird.
Denn die Übung darf wichtig sein.
Aber die Beziehung zu deinem Pferd muss dafür nicht warten, bis das Training vorbei ist.